Freitag, 20. November 2009
Wocheneinkauf
Ich hasse das!! Früher hat der beste Ehemann von allen für uns eingekauft. Er konnte stundenlang vor dem Käseregal überlegen, welcher Käse wohl am besten schmecken könnte und was noch dazu passen würde und ach, dann fehlen ja noch Weintrauben... Aber da ich ja nun mal zu Hause bin und der beste Ehemann unser Familieneinkommen verdient schnapp ich mir 1x in der Woche den kleinen Michel und dann gehen wir beide einkaufen. Um das Ganze so kurz wie möglich zu halten in einen großen Discounter. Mit autoschalentauglichen Kinderwagen (Die Mutter-Kind-Parkplätze befinden sich natürlich weit von diesen Einkaufswagen entfernt und sind im Übrigen ja ohnehin belegt. Durch wen auch immer. Aber immer.) Es muss also alles "Zack Zack" gehen. Aber garantiert ist irgendwas wieder alle oder umgeräumt. Oder mir fällt fast zum Schluss -wenn dieser Rieseneinkaufswagen also schon schön voll ist - noch ein, was ich von ganz vorne brauche. Und garantiert muss ich immer aufs Klo. Ist natürlich keins da. Der kleine Michel guckt sich das Ganze meistens ziemlich ruhig und interessiert an. Nur an der Kasse rastet er jedesmal aus. Wahrscheinlich mag der das Gepiepe beim Scannen nicht. Macht die Situation aber nicht gerade einfacher: Schwitzend räume ich alle 1000 Sachen möglichst schnell aufs Band, weil ja die Kassiererin schnell arbeitet und sich die Sachen hinten schon türmen, ich aber vorne noch nicht fertig bin. Dabei bringt die Babyschale noch die Herausforderung, halb im Wagen hängend noch die Artikelchen darunter hervor zu pfriemeln und zielgenau auf die Lücken im Band zu werfen. Dann schnell den Wagen an der Kasse vorbei, zwischendurch immer mal den kleinen Michel beruhigen und alles wieder rein. Dabei möglichst nix kaputt machen und ein bißchen vorsortieren. Früher hab ich das gleich noch in die Tüten gepackt, daran ist jetzt garnicht mehr zu denken. Freundlich Lächeln beim Bezahlen, die Fragen nach Alter, Geschlecht (hellblau!!), Gesundheits- und Gemütszustand des kleinen Michel beantworten, Ratschläge lächelnd entgegennehmen und möglichst zügig den Kassenbereich wieder freimachen. Den Riesenwagen zum Auto steuern, alle 1000 Artikel im Auto unterbringen (Natürlich hab ich wieder vergessen, den Kinderwagen zu Hause zu lassen. Damit ist der Kofferraum also voll). Dann alles inklusive dem heulenden Michel nach Hause transportieren und hoffen, dass er auf dem Rückweg einschläft damit ich alles in Ruhe (haha) auspacken kann. Damit hatte ich dann jedes Teil ungefähr 5x in der Hand. Ich glaub, ich würde Geld dafür bezahlen, wenn jemand hinter der Kasse alles schick einpacken und zum Auto tragen würde. Oder ich bestell irgendwann alles per Lieferservice... Ich weiß: Es ist viiel schöner, am Samstag im Familie über den Markt zu schlendern und mal hier was zu kosten und mal da was zu kaufen. Aber die Marktromantik ist auch schnell vorbei, wenn der Kinderwagen nicht durch die Menschenmassen passt und an den Ständen jeweils kleine Schlangen stehen und man hinterher mal zusammenrechnet. Also nur für "Einzelteile" geeignet. Ich genieß jetzt erstmal das Gefühl, es für diese Woche geschafft zu haben und gönn mir einen leckeren Rotwein,
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